Erstens:
Nie ohne monedas in den Bus einsteigen. Niemals! Man sollte eigentlich auch nicht ohne Münzen in Bäckereien, Kiosken oder kleineren Läden einkaufen. Überall prangt ein "No hay monedas, por favor colabore" Schild. (Es gibt keine Münzen, bitte seid kooperativ)
Zweitens:
In der Provinz zwischen 13 und 17.30 Uhr einkaufen gehen. Es ist alles zu -siestazeit. In Buenos Aires verhält sich das ein wenig anders.
Drittens:
Meinen, die Dinge mit deutschem Maß messen zu können. Geht nicht, sollte man nicht, ist einfach nicht angebracht. Also nicht mit so Sachen kommen wie: also, wenn im Supermarkt ein elektrisches Förderband an der Kasse wäre, dann ginge das alles viel schneller...es geht auch ohne, dafür mit etwas Geduld.
Viertens:
Erwarten, dass man als Frau im Bus in Buenos Aires einen Platz angeboten bekommt. Das war in Mendoza vielleicht der Fall, hier gilt der raue Kampf der Metropole - alle sind gleich. Leider!
Fünftens:
Nie mittags um eins durch die Avenida Corrientes laufen. Es ist die Hölle und man kommt trotz Drängeln nicht vorwärts. Erstaunlicherweise bewegen sich die Argentinier flinker, und das, obwohl sie einen regelmäßigen oft beschaulich anmutenden Schritt drauf haben. Hat mich irgendwie an MOMO und Casiopeia erinnert, die die Zeit in sich trägt. Ich hetzte lang und hatte doch immer die gleichen Herren vor mir, die gemächlich durch die Masse schaukelten.
Sechstens:
Die bitter erstandenen monedas nicht leichtsinnig rausrücken. Auch nicht, wenn der Kassierer an der Kasse lange auf die "Monedafrau" warten muss, die das ersehnte Kleingeld zuteilt und eine endlose Schlange Wartender einem ein latent schlechtes Gewissen macht - denn, im Portemonnaie schlummert vielleicht doch der ein oder andere Peso in Form von Silbergeld. Nein! Standhaft bleiben.
...demnächst mehr.
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