Morgen ist schon der letzte Tag und ab 17 Uhr sitzen wir satte 20 Stunden im Bus. Allerdings im Bus mit "suit" Sitzen, was bedeutet, dass man die Sitze ganze 180 kippen kann und super bequem wie in einem Bett reist. Ich habe oben Panorama gebucht, auch wenn immer wieder betont wird, dass diese Plätze am gefährlichsten seien...bei einem Zusammenstoss. Wird schon schiefgehen. Gerade sind wir noch in Tilcara. Ein Ort in der Quebrada de Humahuaca - Weltkulturerbe. Die Schlucht zieht sich bis ganz nach oben an die bolivianische Grenze und ist einfach genial. Die letzten Tage waren es auch. Nachdem sich Mario beim Rafting in die Fluten stürzte und ich stattdessen lieber besinnlich unter einem meterhohen Christo weilte und Tee und Gebäck mit älteren Damen deutschen Ursprungs zu mir nahm, sind wir am Sonntag von 7 Uhr morgens bis - Achtung! - halb zwei Uhr nachts mit dem Zug gefahren.
Der legendäre Zug in die Wolken. Zugegeben, die Strecke ist schon sehr schön, unsere Guides im Wagen waren super nett, haben viel erklärt und unsere Vierersitzgruppe hat sich auch schnell gefunden. Wir plauderten auf Spanisch, auf Englisch, lachten viel, knipsten uns gegenseitig, hingen aus dem Fenster, als wir in 4.000 Meter Höhe den Viadukt überquerten und litten mit den Leuten, dieSauerstoff brauchten, weil es einfach einen Tick zu hoch war.

Der legendäre Zug in die Wolken. Zugegeben, die Strecke ist schon sehr schön, unsere Guides im Wagen waren super nett, haben viel erklärt und unsere Vierersitzgruppe hat sich auch schnell gefunden. Wir plauderten auf Spanisch, auf Englisch, lachten viel, knipsten uns gegenseitig, hingen aus dem Fenster, als wir in 4.000 Meter Höhe den Viadukt überquerten und litten mit den Leuten, dieSauerstoff brauchten, weil es einfach einen Tick zu hoch war.
Jetzt gehen wir gleich noch was essen - vielleicht wieder einmal eine Lamavariation...
In Tilcara haben wir uns einen "Bus-freien Tag" verordnet; garnicht so einfach bei den Möglichkeiten und den Strecken. Aber es tat gut! In Tilcara sind wir dann durch den Ort geschlendert: staubige Straßen, Kopfsteinpflaster neben schicken Unterkünften und einfachen Häusern, reitenden Gauchos und 4-Radantrieb. Den alten Bahnschienen folgend sind wir dann in einen Seitenweg eingebogen und auf einen Hügel geklettert. Das war dann einfach zu verlockend...und wir flogen förmlich.
Abends sind wir dann wieder einmal Lama essen gegangen. Im Hintergrund gab es Livemusik, bei der sich Marios Fußnägel aufkrempelten, ich fand es eigentlich ganz nett: Panflöten vertonten "Let it be" und dazu war das Mikro auf Echo eingestellt und jedes Wort hallte mehrfach durch den Raum. Geschmacksache. Bei der Ankunft im Hostal rannten uns wieder alle Hunde der Besitzer entgegen und den kleinen schwarzen, der gerade ein paar Wochen alt war, habe ich besonders ins Herz geschlossen. Und das bei einer latenten Hundephobie. Am nächsten Tag beschlossen wir, doch noch einen Abstecher nach Purmamarca zu machen, was gerade 30 Minuten Fahrtzeit weg ist und den berühmten Berg der sieben Farben hat. Es hat sich gelohnt.
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