Mittwoch, 13. Mai 2009

erstmal nur Impressionen...dann mehr Text

Friedhof Recoleta - die Reichen und Großen liegen hier. Meine Information für Mario beschränkte sich eher auf: General Mitre, hmmm, das ist eine große Straße hier, Peyrredón? Ebenfalls...vielleicht ist es aber auch andersrum und die Straßen sind nach diesen großen Herren benannt.


Wer denkt, dass diese Menschen einfach nur entspannt an der Hauswand lehnen, der irrt. Sie stehen an, und die Schlange kräuselt sich um den ganzen Block.





Ein paar absolue Wildwestimpressionen aus Jujuy. Die ehemalige Bahnstrecke ist außer Betrieb- falls irgendjemand fragen sollte.



Kühlung bei der Beichte

Offiziell ist der Katholizismus ja hier die dominante Religion, und die Leute bekreuzigen sich, wenn sie an einer Kirche vorbeigehen. Dann wieder sind die Kioske voller nackter Frauenhintern, die sich den Passanten aufdringlich entgegenstrecken (obwohl das ja vielleicht zwei paar verschiedene Schuhe sind). Jedenfalls bin ich heute nach einem Einkaufsbummel in ONCE, einem jüdisch geprägten Stadtteil mit unheimlich vielen kleinen Läden, darunter auch viel Nippes und Kruscht, in eine Kirche geflüchtet. Hach war das herrlich, die Ruhe! Und siehe da, die Bänke waren nicht verwaist, sondern hier und da saßen Leute und schienen in tiefer Andacht versunken. Bei näherem Hinsehen sahen sie aber in erster Linie erschöpft aus, und in der hintersten Bank hatte sich einer lang ausgestreckt und schlief. Also am Ende doch nicht so gläubig wie ich dachte?

Plaza de Congreso



Gratisumarmungen in San Telmo

Die Gratisumarmbewegung hat auch Buenos Aires erreicht. Wer möchte, kann sich bei dem netten Mann eine Umarmung einfach so abholen. Die Leute waren etwas zögerlich und ich habe mich ehrlich gesagt auch nicht in seine Arme geworfen.





Dem in "political-correctness-Angelegenheiten" besonders sensibilisierten Menschen wird jetzt vielleicht ein wenig flau in der Magengegend. Aber hier gehört Schuhputzenlassen unter Männern zu den alltäglichsten Dingen der Welt. Man hat seinen eigenen Schuhputzer des Vertrauens. Vielleicht vergleichbar mit unserem Friseur. Also, ganz entspannt bleiben.

Nachts am Obelisk



Buenos Aires, das ist Tango. Stimmt irgendwie. Zur Zeit finden auf der Avenida de Mayo jedes Wochenende draußen und umsonst Tangokonzerte statt. Bei mittlerweile etwas frischen Temperaturen sammelt sich eine beachtliche Gruppe von Zuschauern und die traurig-dramatischen Lieder werden fantastisch vorgetragen. Dazu auf dem "cajón"- einer einfachen Holzkiste, die als Resonanzkörper dient, der Takt, Klavier, Gesang und Bandoneón. Mal mit mehr, mal mit weniger Emphase und Theatralik. Die Zuschauer kennen die Rhythmen und klatschen in komplizierten 7/8 Takten oder so ähnlich mit; meist ältere Damen, die verklärt mitsingen und dabei wohl an ihre verflossene Liebe denken. Toll!






In luftiger Höhe von fast 4.000 Metern passen diese Ordnungshüter auf, dass Alles mit rechten Dingen zugeht.



Faszinierende Paprikateppiche, die in der Sonne trocknen. Einige riechen noch gegoren, andere sind schon trocken und bereit für den Vertrieb.


Django-Doro. Man beachte meinen kleinen Revolver!




Wenn Du einen richtigen Mann willst, dann heirate einen Busfahrer. Das prangte über dem Fahrersitzt - und nach der Fahrt von Cachi nach Salta hab ich es anstandslos geglaubt.








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